Nele Van Bonjes - Im Schatten meiner selbst (Lyrics)
Ein lyrisch-musikalisches Kammerspiel über Depression, Sprachlosigkeit und das Ringen mit sich selbst. Nele Van Bonjes und Anselm Bonies öffnen einen Raum, in dem Stille hörbar wird – und das Unsagbare einen Klang bekommt.
Was geschieht, wenn die eigene Stimme im Innern verhallt – und doch gehört werden will?
Im Schatten meiner selbst ist ein lyrisch-musikalisches Kammerspiel über die stille Wucht der Depression, über das Gefühl, sich selbst abhandenzukommen – und dennoch weiter zu atmen. In einer fein gewobenen Komposition aus Klang, poetischer Sprache und szenischer Bewegung erschaffen Nele Van Bonjes und Anselm Bonies einen Resonanzraum, in dem sich das Unausgesprochene entfaltet.
Die Texte erzählen von der Leere zwischen zwei Atemzügen, von stummen Momenten, in denen die Zeit einfriert und das eigene Spiegelbild fremd erscheint. Es ist ein Sprechen im Halbschatten, ein Flüstern zwischen innerem Riss und äußerem Schweigen. Worte, die sich vortasten – nicht um Antworten zu geben, sondern um Nähe zu schaffen, dort, wo sonst nur Distanz herrscht.
Die Musik von Nele Van Bonjes trägt, durchdringt und umfließt diese Texte mit einer melancholisch-meditativen Tiefe. Sie macht Stille hörbar, verwandelt Schweigen in Klang. Ihre Kompositionen lassen das Unsagbare schwingen, wie ein ferner Puls, der durch Räume aus Licht und Dunkel tastet. Zwischen Spiegeln, Schattenbildern und brüchigen Erinnerungen entsteht eine Erfahrung, die weit über die Bühne hinausreicht – hin zum Zuhörenden, der sich plötzlich selbst erkennt.
Dieses Werk spricht von der Einsamkeit als universeller Erfahrung, aber auch vom zarten Versuch, wieder in Beziehung zu treten – mit sich selbst, mit einem Anderen, mit der Welt. Es ist kein therapeutisches Statement, kein fertiges Konzept. Vielmehr ist es ein stiller Ruf in einer lauten Zeit. Ein Versuch, das Unbequeme nicht wegzuschieben, sondern darin eine Art von Würde zu entdecken.
Im Schatten meiner selbst lädt dazu ein, der Stille Raum zu geben, dem inneren Echo zu lauschen, das uns in der Dunkelheit begegnet. Es öffnet eine Tür zu jener verborgenen Kraft, die nicht laut ist – aber da. Eine Kraft, die uns nicht heilt, aber begleitet.
Ein Werk, das nicht erklärt – sondern erinnert: dass auch im Zerbrechlichen etwas Ganzes liegen kann.
Text & Idee: Anselm Bonies
Musikalische Leitung: Nele Van Bonjes
Produktion: DREIFISCH, 2025
Wie ist Ihre Reaktion?






