Die Kern-Doppelseite – wo das Exposé prüffähig wird
In der Mitte des Exposés darf nichts verschwinden. Nicht der Grundriss. Nicht die Zahlenkette. Nicht die Flächenmatrix. Und schon gar nicht die Quelle einer Zahl. In Teil 4 unserer Serie zeigen wir, warum Seite 4 und 5 das technische Herzstück des 8-Seiten-Exposés bilden.
Der Wechsel von Atmosphäre zu Prüfung
Die ersten Seiten eines Exposés dürfen den Leser führen, Licht einfangen und ein Raumgefühl erzeugen. Die Kern-Doppelseite hat hingegen die klare Aufgabe zu klären. Hier geht es nicht um den schönsten Satz, sondern um die harte Frage, ob der Leser das Objekt fundiert prüfen kann.
Erkennt er, wie die Räume liegen und welche Fläche konkret angegeben wird? Lässt sich nachvollziehen, woher diese Fläche stammt und auf welcher Berechnungsgrundlage sie fußt? Kann er den Energieausweis eindeutig einordnen und auf einen Blick sehen, welche Angaben belegt sind und welche noch auf dem Prüfstand stehen?
Wenn diese Fragen nicht beantwortet werden, bleibt das Exposé in der Mitte schwach. Dann entsteht ein Widerspruch: Vorne wirkt das Objekt hochwertig, aber in der Prüfung wird es unscharf. Genau das soll die immoSoR-Norm verhindern. Die Kern-Doppelseite setzt deshalb einen klaren Schnitt: Vorne darf das Objekt ankommen, in der Mitte muss es lesbar werden, und hinten wird die Substanz ergänzt sowie digital angeschlossen. Diese Reihenfolge gibt dem Exposé seinen Halt.
Inhaltsverzeichnis Die Kern-Doppelseite – wo das Exposé prüffähig wird
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