Die Grundidee der immoSoR-Norm – Acht Seiten, eine feste Funktion

Ein Exposé wird nicht sicherer, wenn jede Fassung neu erfunden wird. Es wird sicherer, wenn wiederkehrende Angaben einen festen Platz bekommen. Genau dafür braucht die Werkstatt ein Raster. In Teil 2 unserer Serie zeigen wir, warum Wiederholung keine Einschränkung ist, sondern Ordnung schafft.

Jun 14, 2026 - 21:33
Jun 14, 2026 - 22:19
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Warum Wiederholung Sicherheit schafft

Warum Wiederholung Sicherheit schafft

Stellen Sie sich vor, in der Werkstatt liegt ein neues Mandat auf dem Tisch.

Die Fotos sind geliefert. Der Grundriss liegt als alte Zeichnung vor. Der Eigentümer hat erste Angaben zur Wohnfläche gemacht. Der Energieausweis wurde nachgereicht. Daneben liegen Notizen aus dem Gespräch, vielleicht auch Rechnungen zu Fenstern, Heizung oder Dach.

Noch ist daraus kein Exposé entstanden. Es liegt nur Material auf dem Tisch.

Auf den ersten Blick sieht jedes Objekt anders aus. Das eine Haus besitzt eine Gartenfläche, die die Bildführung prägt. Die nächste Wohnung wird stark durch ihre Lage bestimmt. Ein Altbau bringt architektonische Details mit, wirft aber auch offene Fragen auf. Ein Neubau verfügt über klare Planunterlagen, aber noch nicht über fertige Fotografien. Ein vermietetes Objekt verlangt andere Angaben als ein leerstehendes Einfamilienhaus.

Jedes Objekt hat seinen eigenen Charakter.

Genau deshalb darf die Herstellung des Exposés nicht jedes Mal von vorn beginnen. Die Werkstatt braucht einen festen Ablauf. Einen wiederkehrenden Weg. Eine Ordnung, an der sich alle Beteiligten orientieren können.

Die immoSoR-Norm setzt genau hier an. Sie besagt nicht, dass jedes Exposé identisch aussehen soll. Sie fordert, dass jedes Exposé strukturell gleich klar aufgebaut ist. Das ist der entscheidende Unterschied.

Ein Haus darf seine eigene Wirkung behalten. Eine Wohnung darf anders dargestellt werden als ein Grundstück. Ein Stadthaus mit dokumentierten Arbeiten braucht andere Bilder als ein ländlicher Hof. Aber die Grundordnung bleibt gleich.

Der Leser soll nicht suchen müssen. Der Makler soll nicht improvisieren müssen. Die Werkstatt muss wissen, welche Information an welche Stelle gehört.

Acht Seiten. Eine feste Folge. Jede Seite mit einer klaren Aufgabe. So entsteht Sicherheit. Nicht durch starre Gleichmacherei. Sondern durch wiederholbare handwerkliche Ordnung.


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