Die Grundidee der immoSoR-Norm – Acht Seiten, eine feste Funktion
Ein Exposé wird nicht sicherer, wenn jede Fassung neu erfunden wird. Es wird sicherer, wenn wiederkehrende Angaben einen festen Platz bekommen. Genau dafür braucht die Werkstatt ein Raster. In Teil 2 unserer Serie zeigen wir, warum Wiederholung keine Einschränkung ist, sondern Ordnung schafft.
Seiten 2 und 3: Das Ankommen
Nach dem Cover beginnt das Ankommen.
Die erste Doppelseite führt den Leser in das Objekt. Hier darf die Bildfolge Raum bekommen.
Es geht um Zugang, Entree, Wohnbereich, Blickachsen, Lichteinfall und Raumbezug. Der Leser soll sich vorstellen können, wie er das Haus betritt. Er sieht vielleicht zuerst den Weg zur Haustür. Dann den Eingangsbereich. Dann den Wohnraum. Er erkennt, woher das Licht kommt. Er versteht, wie Innenraum und Außenraum miteinander verbunden sind.
Diese Seiten erklären das Objekt nicht über Tabellen. Sie erklären es über Führung. Der Text bleibt ruhig. Er beschreibt nachvollziehbar und verzichtet auf verzerrende Darstellung. Er behauptet keine Stimmung, sondern zeigt, wodurch ein Eindruck entsteht.
Nicht so:
„Ein traumhaftes Zuhause mit einzigartiger Wohlfühlatmosphäre.“
Sondern so:
„Der Wohnbereich öffnet sich nach Süden. Die Fensterflächen bringen Tageslicht in den Raum und führen den Blick in den Garten.“
Die erste Formulierung behauptet. Die zweite zeigt. Das ist die Aufgabe der Seiten 2 und 3. Sie sollen den Leser nicht künstlich beeinflussen. Sie sollen ihn führen. Er soll das Objekt im Kopf betreten können.
Noch ist nicht der Moment für Flächenmatrizen, Energiekennwerte und technische Tabellen. Diese Angaben sind wichtig. Aber sie dürfen das Ankommen nicht stören. Ein aussagefähiges Exposé gibt jeder Information ihren Zeitpunkt.
Inhaltsverzeichnis Die Grundidee der immoSoR-Norm – Acht Seiten, eine feste Funktion
Was ist Ihre Reaktion?
Gefällt mir
0
Gefällt mir nicht
0
Liebe
0
Lustig
0
Wütend
0
Traurig
0
Wow
0

