Die Grundidee der immoSoR-Norm – Acht Seiten, eine feste Funktion
Ein Exposé wird nicht sicherer, wenn jede Fassung neu erfunden wird. Es wird sicherer, wenn wiederkehrende Angaben einen festen Platz bekommen. Genau dafür braucht die Werkstatt ein Raster. In Teil 2 unserer Serie zeigen wir, warum Wiederholung keine Einschränkung ist, sondern Ordnung schafft.
Seite 1: Das visuelle Tor
Die erste Seite ist das visuelle Tor.
Sie entscheidet, ob der Leser einen klaren Zugang zum Objekt findet. Hier geht es nicht um Vollständigkeit. Hier geht es um den ersten Blick.
Ein tragendes Hauptbild, eine präzise Objektbezeichnung und eine geordnete Typografie reichen aus. Das Cover soll nicht alles sagen. Es soll den Zugang öffnen.
Ein häufiger Fehler entsteht, wenn auf der Titelseite zu viel untergebracht wird: Preis, Courtage, Energiekennwerte, Flächen, Baujahr, Kontaktblock, Logo, kurzer Beschreibungstext und zusätzliche kleine Bilder. Am Ende ist das Cover voll. Aber es erfüllt seine Aufgabe nicht mehr.
Die erste Seite muss nicht beweisen, dass die Werkstatt den gesamten Aktenstand kennt. Sie muss dem Objekt eine klare Bühne geben. Eine sachliche Objektbezeichnung kann zum Beispiel lauten:
„Freistehendes Einfamilienhaus in Stralsund.“
Das reicht für den ersten Blick. Der Leser weiß, worum es geht. Er sieht das Objekt. Er bekommt eine erste Orientierung. Die technischen und kaufmännischen Angaben folgen später dort, wo sie hingehören.
Wer an einer Haustür steht, bekommt auch nicht zuerst den Heizungsplan gezeigt. Er sieht die Fassade, den Zugang, das Licht und die erste räumliche Wirkung.
Genau diese Rolle übernimmt Seite 1. Sie öffnet die Tür.
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