Die Kern-Doppelseite – wo das Exposé prüffähig wird
In der Mitte des Exposés darf nichts verschwinden. Nicht der Grundriss. Nicht die Zahlenkette. Nicht die Flächenmatrix. Und schon gar nicht die Quelle einer Zahl. In Teil 4 unserer Serie zeigen wir, warum Seite 4 und 5 das technische Herzstück des 8-Seiten-Exposés bilden.
Wenn Zahlen zu früh gesetzt werden
Eine typische Bruchstelle entsteht, wenn Zahlen zu früh in den Satz gehen, weil der Entwurf fertig werden soll oder der Makler schnell in die Vermarktung möchte. Die Fläche steht vielleicht schon in einer E-Mail, das Baujahr wurde im Gespräch flüchtig genannt und die Modernisierung „müsste ungefähr 2018“ gewesen sein.
Wandern diese ungesicherten Angaben unkommentiert in das Layout, werden sie dort gefährlich stark. Wie bereits erwähnt: Ein gesetzter Wert wirkt sofort geprüft, auch wenn er es noch nicht ist. Genau deshalb muss die Werkstatt hier geduldig bleiben. Wenn eine Angabe offen ist, wird sie markiert, zurückgefragt und mit einem Stand versehen.
Nicht so:
„Wohnfläche ca. 160 m², vollständig modernisiert 2018.“
Sondern so:
„Wohnfläche: ca. 160 m² nach Eigentümerangabe. Flächennachweis wird nachgereicht. Modernisierungen: einzelne Maßnahmen ab 2018 bekannt. Nachweise werden geprüft.“
Die zweite Fassung macht aus einer offenen Angabe keine fertige Tatsache und ist genau deshalb in der Bankenprüfung tragfähiger.
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