Die Außenflanken - Warum Seite 1 bis 3 überzeugen dürfen
Auch ein prüffähiges Exposé darf schön sein. Es darf Atmosphäre zeigen, Licht führen und den ersten Blick öffnen. Entscheidend ist nur: Die Emotion muss aus dem Objekt kommen, nicht aus einer Behauptung. In Teil 3 unserer Serie zeigen wir, warum die Seiten 1 bis 3 verkaufen dürfen, ohne die spätere Prüfung zu verdrängen.
Die Sprache des Ankommens
Die Sprache auf Seite 2 und 3 muss ruhig bleiben. Sie darf Atmosphäre benennen. Aber sie soll keine Stimmung erfinden. Sie darf Licht beschreiben. Aber sie soll keine Wirkung behaupten, die das Objekt nicht trägt. Sie darf Wertigkeit zeigen. Aber sie muss konkret werden.
Nicht so:
„Ein traumhaftes Zuhause mit unvergleichlicher Wohlfühlatmosphäre.“
Sondern so:
„Der Wohnbereich öffnet sich nach Süden. Die Fensterflächen bringen Tageslicht in den Raum und führen den Blick in den Garten.“
Die erste Formulierung behauptet. Die zweite zeigt. Sie sagt nicht einfach: Der Raum ist hell. Sie erklärt, warum der Raum hell wirkt. Sie sagt nicht: Der Raum ist großzügig. Sie beschreibt, wie sich der Bereich öffnet. Sie sagt nicht: Das Zuhause ist traumhaft. Sie zeigt, was der Leser sehen kann.
Das ist ruhige Exposé-Sprache. Sie arbeitet mit beobachtbaren Eigenschaften: Licht, Richtung, Zugang, Raumfolge, Material, Blick und Verbindung. Eine gute Beschreibung kann schlicht sein: „Vom Eingangsbereich führt der Weg direkt in den offenen Wohn- und Essbereich. Die Küche liegt seitlich angebunden. Der Blick geht von dort weiter in den Garten.“
Das klingt nicht spektakulär. Aber der Leser sieht den Raum. Genau darum geht es.
Inhaltsverzeichnis Die Außenflanken - Warum Seite 1 bis 3 überzeugen dürfen
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