System - Orbitalfeld I

Eine präzise konstruktivistische Grafik von Anselm Bonies, die durch ein komplexes System aus konzentrischen Kreisen, linearen Achsen und geometrischen Verdichtungspunkten besticht. Das Werk aus der Serie „Systembalance“ untersucht das Spannungsfeld zwischen technischer Logik und bildnerischer Dynamik in einer strikten Schwarz-Weiß-Ästhetik.

Apr 13, 2026 - 07:21
Apr 13, 2026 - 07:21
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Werksnummer:

AB-2024-CON-061

Künstler:

Anselm Bonies

Titel:

SYSTEM - ORBITALFELD I

Jahr:

2024

Medium:

Hochwertiger Druck auf Photokarton (300 g/m²), matt kaschiert

Bildmaß:

20 × 20 cm

Außenmaß (Passepartout/Rahmen):

30 × 30 cm

Auflage:

Open Edition; jeweils einzeln datiert und handsigniert

Signatur:

Verso (rückseitig) voll signiert, datiert und mit Werksnummer versehen.

Montage:

Säurefreie Archivmontage hinter Passepartout (Atelierkarton).

Rahmung:

Objektrahmen aus Holz, Schwarz matt; verschlossen.

Provenienz:

Direktbezug Atelier Anselm Bonies.

Beschreibung

Klar gesetztes, komplexes Bildgefüge aus orbitalen Kreisstrukturen, linearen Achsen und geometrischen Verdichtungszonen. Die Arbeit entfaltet ihre Wirkung aus der präzisen Schichtung technoid wirkender Elemente und dem daraus entstehenden Spannungsverhältnis zwischen mathematischer Präzision und freier Bildstruktur. Die strikte Schwarz-Weiß-Ästhetik betont die rein strukturelle Qualität des Entwurfs.

Exposé

SYSTEM — ORBITALFELD I gehört zur Werkgruppe Konstruktive Kybernetik und formuliert eine grundlegende Fragestellung der Serie Systembalance: Wie lässt sich die Komplexität dynamischer Systeme visuell ordnen? Die Arbeit verzichtet auf eine statische Rasterung und nutzt das Prinzip der Rotation. Mehrere konzentrische Kreise bilden ein orbitales Feld, das durch vertikale Balkenstrukturen und schraffierte Quadrate rhythmisiert wird. Das Werk zeigt keinen abgeschlossenen Zustand, sondern visualisiert einen Moment der Systemverdichtung – eine Architektur der Information im Entstehen.

Konzept und Relevanz

Das Werk untersucht die Entstehung von Ordnung durch die Setzung von Umlaufbahnen und Achsen. Die "Orbitale" fungieren als Metapher für Vernetzung – sei es im physikalischen, digitalen oder soziologischen Kontext.
Die Achsen fungieren dabei als gezielte Eingriffe in das Rotationssystem, die Stabilität und Richtung vorgeben. In dieser Hinsicht steht die Arbeit exemplarisch für eine zeitgenössische konstruktive Bildauffassung, die Klarheit als Ergebnis eines komplexen, balancierten Prozesses versteht.

Zuordnung der Stilrichtung

Zeitgenössische abstrakte Kunst, Konstruktivismus, Systemästhetik, Minimalismus, Geometrische Abstraktion.

Platzierungsvorschlag

Besonders geeignet als fokussiertes Wandbild in klar strukturierten, modernen Räumen. Ideal für Arbeitsbereiche, in denen Konzentration und Struktur im Vordergrund stehen. Aufgrund des quadratischen Formats und der grafischen Strenge eignet sich das Werk hervorragend für eine serielle Hängung (Grid-Anordnung) mit weiteren Arbeiten der CON-Serie.

Interpretation und Bedeutung

ORBITALFELD I zeigt Ordnung nicht als starres Gitter, sondern als Resultat rotierender Kräfte. Die Arbeit macht sichtbar, dass Struktur ein dynamischer Prozess ist, der durch Zentrierung und Grenzziehung (die schwarzen Quadrate) definiert wird. Bedeutung entsteht hier durch das präzise Verhältnis von Linie zu Fläche und von Bewegung zu Stillstand.

Technik und Material

Handgearbeitetes Bildmotiv, komponiert durch analoge Setzung und physische Überlagerung von Bildelementen (Schablonierung, Rasterung). Die Reproduktion erfolgt auf archivfestem Photokarton mit matter Kaschierung, die Lichtreflexionen minimiert und die Tiefenwirkung der schwarzen Flächen maximiert. Die Präsentation im Objektrahmen unterstützt die Wahrnehmung des Werkes als haptisches Kunstobjekt.

Historischer Kontext und Einfluss

Die Arbeit steht in der Tradition konstruktiver Bildauffassungen des 20. Jahrhunderts (Bauhaus, Konkrete Kunst), überführt diese jedoch durch das kybernetische Motiv der Umlaufbahn in einen zeitgenössischen Kontext der Informationsästhetik.

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