Vertikale Schnittachse / Primärfelder

Handgearbeitetes Bildmotiv, komponiert durch analoge Setzung und physische Überlagerung von Bildelementen. Anschließend als hochwertig auf Photokarton reproduziert und matt kaschiert. Präsentation unter Passepartout im Rahmen. Die matte Oberfläche reduziert Reflexion und unterstützt die Wahrnehmung der Schichtung sowie der materiellen Bildtiefe.

Apr 12, 2026 - 15:53
Apr 12, 2026 - 15:55
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Werksnummer:

AB-2024-BAU-081

Künstler:

Anselm Bonies

Beschreibung:

Klar gesetztes, reduziertes Bildgefüge aus Linie, Fläche und Primärfarbe. Die Arbeit entfaltet ihre Wirkung aus der präzisen Setzung weniger Elemente und dem daraus entstehenden Spannungsverhältnis zwischen Ordnung, Achse und offener Bildstruktur.

Jahr:

2024

Medium:

Photokarton, matt kaschiert

Abmessungen:

20 × 20 cm, Passepartout 30 × 30 cm

Auflage:

nicht limitiert, datiert und handsigniert

Exposé:

Vertikale Schnittachse / Primärfelder gehört zur Werkgruppe Geometrische Statik und formuliert eine grundlegende Fragestellung der Serie Rasterbalance: Wie entsteht Ordnung durch minimale Eingriffe?
Die Arbeit verzichtet auf komplexe Überlagerungen und konzentriert sich auf die Setzung einer klaren Struktur. Eine horizontale Linie wird von einer vertikalen Achse geschnitten und bildet ein offenes Koordinatensystem. Die eingesetzten Primärfarben erscheinen nicht als flächendeckende Ordnung, sondern als bewusst isolierte Felder. Das Werk zeigt keinen abgeschlossenen Zustand, sondern einen Moment der Setzung – eine Ordnung im Entstehen.

Beschreibung:

Die Komposition wirkt auf den ersten Blick ruhig und eindeutig. Eine horizontale Linie durchzieht die Fläche, während eine vertikale Achse diese Struktur schneidet und gliedert.
Farbliche Elemente in Rot, Blau und Gelb treten als klar definierte Felder auf, bleiben jedoch voneinander getrennt und wirken nicht als geschlossenes System.
Gerade diese Reduktion erzeugt ein präzises Spannungsfeld: zwischen Stabilität und Offenheit, zwischen Struktur und Möglichkeit. Das Werk bleibt konzentriert, ohne abgeschlossen zu wirken.

Konzept und Relevanz:

Das Werk untersucht die Entstehung von Ordnung durch Setzung. Es geht nicht um die Darstellung eines vollständigen Systems, sondern um die Bedingungen, unter denen Struktur sichtbar wird.
Die Achse fungiert dabei als Eingriff in den Bildraum, nicht als starres Raster. Die Primärfarben markieren Punkte innerhalb dieses Systems, ohne es vollständig zu definieren.
In dieser Hinsicht steht die Arbeit exemplarisch für eine reduzierte Bildauffassung, die Klarheit nicht als Vollständigkeit versteht, sondern als präzisen, offenen Zustand.

Zuordnung der Kunst/Stilrichtung:

Zeitgenössische abstrakte Kunst, konstruktive Bildpraxis, reduzierte Geometrie, Minimalismus, werkimmanente Strukturästhetik

Platzierungsvorschlag:

Besonders geeignet als ruhiges, architektonisches Wandbild in klar strukturierten Räumen.
Ideal für Arbeitsbereiche, Flure, minimalistische Wohnräume oder als Teil einer seriellen Hängung.
Durch das Format mit Passepartout und Rahmen eignet sich das Werk ausdrücklich als Einstieg in eine Sammlung oder als präzises, zurückhaltendes Gastgeschenk.

Interpretation und Bedeutung:

Vertikale Schnittachse / Primärfelder zeigt Ordnung nicht als gegebenes System, sondern als Resultat gezielter Eingriffe.
Die Arbeit macht sichtbar, dass Struktur nicht vorausgesetzt werden kann, sondern entsteht – durch Linie, durch Setzung, durch Verhältnis.
Die Reduktion verstärkt diese Aussage: Bedeutung entsteht hier nicht durch Fülle, sondern durch Präzision und Abstand.

Technik und Material:

Handgearbeitetes Bildmotiv, komponiert durch analoge Setzung und physische Überlagerung von Bildelementen. Anschließend als hochwertig auf Photokarton reproduziert und matt kaschiert. Präsentation unter Passepartout im Rahmen. Die matte Oberfläche reduziert Reflexion und unterstützt die Wahrnehmung der Schichtung sowie der materiellen Bildtiefe.

Historischer Kontext und Einfluss:

Die Arbeit steht in der Tradition konstruktiver und bauhausnaher Bildauffassungen, in denen Linie, Fläche und Farbe als grundlegende Mittel der Ordnung dienen.
Gleichzeitig wird dieser Ansatz in eine zeitgenössische Perspektive überführt, in der das System nicht als geschlossenes Ideal erscheint, sondern als offener, situativer Zustand.

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