Stillstand oder Bewegung? Was die Wohnortfalle sichtbar macht
Loitz steht für eine Lage, in der Arbeit erreichbar sein muss, bevor sie zur letzten Chance wird. Das Konzept zeigt, wie freiwillige Umzüge, Wohnraum, Prüfung und Zuschuss Menschen aus Stillstand in neue Arbeit bringen können.
Schautafel #6 - Der Sprung in echte Chancen
Schauen Sie auf den grauen Strich oben.
Das ist Loitz.
Kurz. Schmal. Fast schon weg, wenn man daneben die blauen Balken sieht.
Genau darum geht es.
In Loitz reden wir von rund 1.712 Arbeitsplätzen je 10.000 Einwohner.
Das ist die Ausgangslage.
Das ist ein Wald, in dem kaum Pilze stehen, obwohl alle suchen.
Jetzt schauen Sie nach unten.
Pasewalk.
Anklam.
Greifswald.
Neubrandenburg.
Schwerin.
Dort werden aus 1.712 plötzlich mehr als 5.000 Arbeitsplätze je 10.000 Einwohner.
Nicht ein bisschen mehr.
Nicht ein Trostpflaster.
Sondern mehr als dreimal so viel.
Dreimal so viel.
Das muss man einmal sacken lassen.
Wer in Loitz seit Monaten oder Jahren Bewerbungen schreibt, läuft oft durch einen leeren Wald.
Jeden Tag wieder.
Man sagt ihm: Such weiter. Bemüh dich. Bleib dran.
Aber wenn da kaum etwas wächst, kann man noch so fleißig suchen.
Der Korb bleibt leer.
Und irgendwann glaubt man, es liegt an einem selbst.
Dabei liegt es oft am Ort.
Die blauen Balken zeigen etwas anderes.
Sie zeigen Orte, an denen mehr wächst.
Mehr Betriebe.
Mehr Schichten.
Mehr Lager.
Mehr Pflege.
Mehr Küche.
Mehr Handwerk.
Mehr einfache Einstiege.
Mehr Türen, an die man klopfen kann.
Das ist der Sprung.
Nicht von Arbeitslosigkeit in ein Märchen.
Auch dort wartet niemand mit Blumen.
Aber dort gibt es mehr echte Chancen auf derselben Größe.
Dreimal so viele.
Und wer lange genug im leeren Wald gesucht hat, weiß, was das bedeutet.
Man muss nicht mehr um jede einzelne Möglichkeit betteln.
Man kann wieder auswählen.
Ein bisschen jedenfalls.
Vielleicht Pflege.
Vielleicht Lager.
Vielleicht Reinigung.
Vielleicht Küche.
Vielleicht Handwerk.
Da ist Bewegung drin.
Da ist Luft.
Der graue Strich oben ist der Stillstand.
Die blauen Balken zeigen den Ausweg.
Und jetzt kommt der Punkt:
Wenn ein Mensch freiwillig dorthin gehen will, wo es dreimal so viele Chancen gibt, dann darf der Schritt nicht am Transporter scheitern.
Nicht an der Kaution.
Nicht an den ersten Kosten.
Das wäre unsinnig.
Wir können doch nicht jahrelang bezahlen, dass jemand im leeren Wald sucht, und dann sagen:
Für die Fahrt dorthin, wo mehr wächst, ist kein Geld da.
Das ist der Fehler.
Diese Tafel sagt:
Der Unterschied ist groß genug, um ihn ernst zu nehmen.
Mehr als dreimal so viele Arbeitsplätze je 10.000 Einwohner.
Das ist kein Bauchgefühl.
Das sieht man hier.
Grau gegen Blau.
Deshalb müssen wir prüfen.
Nicht blind.
Nicht pauschal.
Aber ernsthaft.
Gibt es dort eine Stelle?
Gibt es dort einen Weg hin?
Gibt es dort eine Wohnung?
Kann der Mensch dort ankommen?
Wenn ja, dann ist der Umzug kein Wunsch.
Dann ist er ein Schritt raus aus dem leeren Wald.
Der Mensch braucht keine neue Warteschleife.
Er braucht eine Chance, die groß genug ist, dass sich der Schritt lohnt.
Genau das zeigen diese Balken.
Inhaltsverzeichnis Stillstand oder Bewegung? Was die Wohnortfalle sichtbar macht
Was ist Ihre Reaktion?
Gefällt mir
0
Gefällt mir nicht
0
Liebe
0
Lustig
0
Wütend
0
Traurig
0
Wow
0

