KÄTHE: Das verschwundene Etui (Kurzgeschichte)

In einer verschneiten Landschaft lebt das junge Mädchen Käthe mit ihrer Mutter, umgeben von einem winterlichen Wald. Bei einem Spaziergang folgen sie einer aufgeregten Elster und einer alten Eule zu einem geheimnisvollen Fuchsbau. Dort entdecken sie ein glänzendes Etui, ein Geschenk des Waldes mit tiefer Bedeutung. Als Käthes Mutter das Etui öffnet, findet sie etwas Ungewöhnliches, das ihre Verbundenheit mit dem Wald auf eine magische Weise offenbart. Die Kurzgeschichte enthüllt eine mystische Verbindung zwischen Mensch, Natur und den Bewohnern des Waldes, die durch ein glitzerndes Etui symbolisiert wird.

Dec 3, 2023 - 14:26
Dec 17, 2023 - 20:03
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KÄTHE: Das verschwundene Etui (Kurzgeschichte)
Eine weihnachtliche Kurzgeschichte aus KÄTHE und der zauberhafte Weihnachtsbaum.

In einem kleinen Ort, umgeben von schneebedeckten Wäldern, lebte das junge Mädchen Käthe. Gemeinsam mit ihrer Mutter erkundete sie oft den winterlichen Wald, stets auf der Suche nach einem zauberhaften Weihnachtsbaum. An einem klirrend kalten Abend, als der Mond sein silbernes Licht über die schneebedeckte Landschaft streute, beschlossen sie, einen Spaziergang zu machen.

Während sie durch den glitzernden Wald wanderten, fiel ihnen eine Elster auf, die aufgeregt von Ast zu Ast flatterte. Die Elster schien eine geheimnisvolle Botschaft zu überbringen und zwitscherte aufgeregt, als würde sie Käthe und ihre Mutter zu etwas führen.

"Schau, Mama! Die Elster will uns irgendwohin führen", rief Käthe aufgeregt.

Die Elster zwitscherte erneut und flog voran, als würde sie darauf bestehen, dass sie ihnen folgten. Neugierig geworden, beschlossen Käthe und ihre Mutter, dem komischen Vogel zu folgen. Während sie dem Vogel durch den Wald folgten, tauchte plötzlich die Eule auf, eine alte Freundin der Familie.

"Huhu! Käthe, Käthe! Folgt der Elster direkt zum Fuchsbau!", rief die Eule.

Käthe und ihre Mutter waren überrascht. Ein Fuchsbau? Das war unerwartet. Trotzdem folgten sie weiterhin der aufgeregten Elster und der alten Eule, die sich nun über den Weg unterhielten.

"Woher weißt du vom Fuchsbau, Eule?" fragte Käthe erstaunt.

"Wir Tiere des Waldes tauschen immer Informationen aus, Käthe. Es ist wichtig, dass ihr davon wisst, während ihr den Pfad entlang geht", erklärte die Eule und setzte sich auf einen schneebedeckten Tannenast, um ihnen später zu folgen.

Während sie weitergingen, plauderten Käthe und ihre Mutter über den zauberhaften Abend im Wald, tauschten Geschichten aus und bewunderten die Eleganz des Schnees, der wie funkelnde Diamanten die Landschaft bedeckte. Die Elster führte sie geschickt durch den dichten Wald, bis sie schließlich an eine im Mondschein schimmernde Lichtung gelangten.

Die Eule landete auf einem mit Schnee bedeckten Tannenzweig neben ihnen und sagte: "Es ist ein Geschenk des Waldes. Doch der eigentliche Weg führt weiter, tiefer in den Wald hinein, zur großen Lichtung."

Käthe und ihre Mutter blickten sich überrascht an. Ein Geschenk des Waldes und ein schmaler Weg zur Lichtung? Die Eule nickte bedächtig und fügte hinzu: "Es ist ein Weg für die Verbindung zwischen der Natur und dem Wesen des Waldes. Folgt später weiter dem Weg, um zu erfahren, was der Wald euch zeigen möchte."

Gemeinsam sind sie auf den Pfad, der tiefer in den Wald führt, begleitet von der Elster und der Eule. Ihre Neugier war geweckt, während sie sich auf das Abenteuer inmitten der winterlichen Pracht des Waldes einließen.

Dort, zwischen den glitzernden Bäumen, entdeckten sie etwas Glitzerndes, das von einem sanften Schein umgeben war. Die Elster zwitscherte triumphierend und flog zu dem Etui.

"Schau, Mama! Das glitzert so schön", flüsterte Käthe, als sie das strahlende Etui aus der Ferne betrachtete.

Käthe erreichte den Bereich um den Fuchsbau herum und war verwundert. Trotz des kalten Wetters und des Schnees war das Gebiet um den Fuchsbau herum seltsam trocken und frei von jeglichem Schnee. Das war wirklich merkwürdig.

"Kannst du den Fuchs sehen, Käthe?" fragte die Elster und zeigte auf das glitzernde Etui, das seit Ewigkeiten dort zu liegen schien.

Käthe spähte genauer hin, konnte jedoch keinen Fuchs sehen. Stattdessen bemerkte sie das strahlende Etui, das im Mondlicht funkelte und eine Aura von Geheimnis umgab.

"Was ist das für ein Etui?" fragte Käthe, fasziniert von dem glänzenden Objekt.

Die Elster hüpfte näher und erklärte: "Das Etui ist schon seit langer Zeit hier. Es ist ein Geschenk des Waldes, eine Erinnerung an die Verbundenheit der Natur mit den Lebewesen, die hier leben. Es hat eine besondere Bedeutung für diesen Wald."

Käthe spürte eine eigenartige Energie um das Etui herum. Es schien, als würde es eine Geschichte erzählen, eine Geschichte von Verbindung und Schönheit, die tiefer reichte, als sie es sich vorstellen konnte.

Die Eule, die sich ihnen angeschlossen hatte, flatterte heran und meinte: "Das Etui symbolisiert die einzigartige Beziehung zwischen den Bewohnern des Waldes und der Natur selbst. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung und des Respekts, das in dieser Umgebung besonders verehrt wird."

Käthe selbst fühlte eine tiefe Ehrfurcht vor diesem glänzenden Etui, das so viel Bedeutung zu tragen schien. Es war mehr als nur ein einfacher Gegenstand. Es war ein Symbol für die Harmonie zwischen Mensch, Tier und Natur, das sie all die Zeit tief berührte.

Während Käthe das Etui betrachtete, überkam sie ein Gefühl der Dankbarkeit. Sie erkannte, dass die Verbindung zur Natur und zu den Bewohnern des Waldes eine kostbare und magische Gabe war, die es zu schützen und zu bewahren galt.

Käthe beugte sich langsam vor und griff behutsam nach dem glänzenden Etui. Sie hob es auf, betrachtete die feinen Verzierungen, die auf der Oberfläche glitzerten, und erkannte, dass dieses Etui etwas Besonderes war.

"Schau, Mama!", rief Käthe aufgeregt und reichte ihrer Mutter das glänzende Etui. "Es war dort am Fuchsbau, niemand schien es zu brauchen."

Ihre Mutter betrachtete das Etui mit einem sanften vertrauten Lächeln und bewunderte die kunstvollen Verzierungen. "Es ist wunderschön, meine Liebe. Es scheint, als wäre es wirklich ein Geschenk des Waldes."

Käthe nickte zustimmend. Sie fühlte, dass dieses Etui eine bedeutungsvolle Gabe war, eine Verbindung zu etwas Größerem, das sie vielleicht nicht vollständig verstehen konnte, aber das sie in ihrem Herzen spürte.

Käthes Mutter säuberte, öffnete das Etui und erstarrte.

Käthe bemerkte sofort ihre Reaktion und fragte besorgt: "Ist alles in Ordnung, Mama?" Käthe wies ihre Mutter darauf hin, dass sie denselben Blick hatte wie am letzten Wochenende, als sie im Wald gewesen waren, und fragte, ob noch alles in Ordnung sei."

Käthes Mutter schaute auf, ihre Augen waren weit aufgerissen, sank auf die Knie, als sie in das Innere des Etuis blickte. Ein Ausdruck der Überraschung und des Erstaunens zugleich lag auf ihrem Gesicht, das die Käthe veranlasste, nachzufragen.

"Mama, du siehst aus, als hättest du etwas Ungewöhnliches in den Händen. Erinnerst du dich an das, was wir letztes Wochenende im Wald erlebt haben?" Käthe legte ihre Hand auf die Schulter ihrer Mutter, um sie zu beruhigen und weiter zu fragen: "Ist alles in Ordnung? Was hast du im Etui gefunden?"

Ein Hauch von Verwirrung lag auf dem Gesicht der Mutter, als sie aus ihrer Erstarrung erwachte. Sie lächelte sanft und sagte: "Es ist nichts, Liebes. Es ist nur, dass dieses Etui etwas ganz Besonderes enthält, etwas, das uns an unsere familiäre Verbundenheit mit dem Wald erinnert."

Käthe spürte, dass ihre Mutter mehr wusste, als sie preisgeben wollte, und sie respektierte dieses Geheimnis. Doch sie ahnte, dass das Etui mehr verbarg, als sie auf den ersten Blick sehen konnten. Ihre Neugier wurde geweckt, und sie konnte die Worte ihrer Mutter nicht vergessen, die auf eine tiefere Bedeutung des Etuis hinweisen. Die Mutter schluchzend mit Tränen in den Augen: "Es ist das silberne Etui, das meine Mutter als kleines Kind verlor, auf der Suche nach dem zauberhaften Weihnachtsbaum.”



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